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Bücher über und aus
Afrika bzw. Äthiopien
Fachbücher, Belletristik, Bildbände
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Nagaya heisst Frieden. Karlheinz Böhm und seine Äthiopienhilfe
von Beate Wedekind
Kurzbeschreibung:
Es begann mit einer ungewöhnlichen Wette: Im Mai 1981
sammelte Karlheinz Böhm in der ZDF-Sendung "Wetten,
dass...?" 1,7 Millionen Mark von den Zuschauern, um den
Menschen in der Sahelzone, der ärmsten Region der Welt,
zu helfen. Böhm gründete am 13. November 1981 die
Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" und
ging selbst nach Äthiopien, wo er sechs Jahre später
auch seine vierte Frau, die äthiopische Agronomin Almaz
Teshome, kennenlernte. Heute gehört "Menschen für
Menschen" zu den drei größten Hilfsorganisationen
des Landes und hat seither unzähligen Menschen ein neues
Leben ermöglicht.
Über den Autor:
Beate Wedekind, geboren 1951, war u. a. Chefredakteurin von
"Elle", "Ambiente" und "Bunte"
und TV-Moderatorin (u. a. "Mein Rendezvous", ZDF).
Lebt heute als Fernsehproduzentin in Berlin, New York und
Ibiza.
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Äthiopien - Zwischen Himmel und Erde (Broschiert) *****
von Bernd Bierbaum
Klappentext:
"Die süßesten Früchte waschsen allein im Himmel".
Dieses Sprichwort trift in Äthiopien nicht nur für die
Einheimischen zu, sondern für alle, die sich mit diesem faszinierenen
Land beschäftigen. Doch wer hätte gedacht, dass nach der
äthiopischen Tradition der Himmel auch in der Erde zu finden
ist, aus Wasser besteht oder "blau wie ein Saphir" und
"röter als Rosen und weißer als Schnee"?
Bernd Bierbaum, Ethnologe und moederner Nomade, begitbt sich auf
die Reise in eine geheimnisvolle Welt. Er reist zu Fuß, per
Überlandbus und im Jeep. Auf seiner Reise folgt er dem Klang
Axums, Lalibelas oder Gondars und entdeckt alte Kaiserstädte,
traumhafte Landschaften und schließlich in Ghion, an den Fällen
des blauen Nils, das äthiopische Paradies. Fachkundig berichet
er über Religion und Geschichte, einfühlsam sind seine
Beobachtungen. Doch immer wieder werden die Menschen zum eigentlichen
Ziel der Reise: Mohammed, der Händler im "Iceland Shop",
der Zauberpriester Ionnis oder die junge Äthiopierin Tiruye
aus Bahar Dar und viele andere erzählen von ihrem Leben in
einem Land, in dem sich der Himmel auch dem Betrachter immer wieder
öffnet.
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Tadias Ethiopia - Meine Begegnung mit Äthiopien
von Brigitte Maar
Kurzbeschreibung
Um die Mentalität ihrer japanischen Arbeitgeber besser verstehen
zu können, besucht Brigitte einen Japanisch-Kurs. Über
eine andere Kursteilnehmerin lernt sie einen äthiopischen Asylanten
kennen, von dem sie viel über die Zustände in Äthiopien
und seine Kultur erfährt. Von jeher fasziniert vom Land der
sagenhaften Königin von Saba reist sie selbst dorthin und ist
Äthiopien fortan verfallen. Die Begegnung mit einer uralten
Kultur schlägt sie genauso in Bann wie die grandiosen Landschaften
und stolzen Menschen, die mit unversiegbarem Humor allen Problemen
ihres Landes trotzen. Brigitte erfährt von wilden Nomadenstämmen,
von Mönchen bewohnten Klosterinseln, wohnt einer Kaffeezeremonie
bei und besucht auch das SOS-Kinderdorf, wo sie Tamiru begegnet.
Gemeinsam erleben sie die Schrecken eines Bürgerkrieges und
die Folgen einer brutalen Diktatur. Mehr als einmal ist ihr Freund
in Lebensgefahr, bevor er endlich nach Deutschland übersiedelt,
um Brigitte zu heiraten. Beide erleben Chancen und Probleme einer
Partnerschaft, die geprägt ist von starken kulturellen Unterschieden.
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Äthiopien - Bildband
von Weikenmeier, Stadtfeld, Fischer
Klappentext:
"Umgeben von Feinden ihrer Religion, schliefen die Äthiopier fast
tausend Jahre und vergapen die Welt, die auch sie vergaß."
Diese Feststellung des englischen Historikers Edward Gibbon aus
dem späten 18. Jahrhundert scheint längst überholt
zu sein und hat dennoch in jüngster Zeit eine neue Aktualität
gwonnen.
Der reich ausgestattete Bildband führt mit rund 180 farbigen
Abbildungen zu den herausragenden Monumenten der Kultur- und Religionsgeschichte,
durch die geographische und ethnische Vielfalt des Landes und zu
den Schauplätzen des festlichen wie des alltäglichen Lebens.
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Feuerherz ****
von Senait G. Mehari
Aus der Amazon.de-Redaktion
Erste Erinnerungen ans Waisenhaus Orfan in Asmara. Mengistu
hieß der allmächtige Gott, der alles geschaffen hatte,
wie die Schwestern predigten. Das vierjährige Kind wusste nichts
über den äthiopischen Diktator. Es wusste auch (noch!)
nichts vom Krieg, den er gegen Eritrea, die Heimat des Kindes, führte.
Die Sterne schienen nicht günstig für die kleine Senait,
die als Baby in einem Koffer aufgefunden wurde. Der Vater war entfleucht,
die Mutter hatte den unerwünschten Nachwuchs einfach ausgesetzt.
Es sollte anders kommen. Jahre später würde das
Kofferkind Senait Mehari in einem fernen Land seine Stimme
erheben.
Es ist eine laute und anklagende Stimme, die das Feuerherz
gegen die Zustände in ihrer Heimat richtet. Auf Orfan
folgte ein von italienischen Nonnen geführtes Heim. Die Betschwestern
und die weißen Kinder ließen für Senait fünf
Jahre zur Tortur werden. Rettung erfolgte durch Tante Mbrat. Senait
kam zu ihren Großeltern, die bisher schönste Zeit ihres
Lebens. Das Idyll sollte jedoch nicht lange währen. Der verschwundene
Vater und seine neue Frau meldeten Besitz an. Alle eritreischen
Väter schlagen ihre Kinder. Ein bitterer Satz, bald bittere
Wahrheit. Als die Kriegsfront näherrückt, beginnt der
traurige Höhepunkt in Senaits bisherigem, kurzen Leben: Der
Vater liefert sie und ihre Schwester kurzerhand im Rekrutierungsbüro
der ELF ab. Die jüngste Soldatin der eritreischen Befreiungsarmee
tritt ihren furchtbaren Dienst an.
Eine Kindheit, die Narben hinterließ. Rassistische deutsche
Taxifahrer lassen die Wut hochkochen. Senait kann zickig sein, unnachgiebig,
wie sie zugibt. Sexueller Missbrauch, Armut, sowie ein Leben in
ständiger Todesnähe, machten kein schmiegsames Schmusekätzchen
aus ihr, wie der prügelnde deutsche Drogenfreund aus gutem
Hause drastisch erfahren muss. Es ist aber auch diese unbeugsame
Qualität, die sie unbeirrt ihre musikalische Karriere planen
ließ. Senait indes setzt Prioritäten. Nicht ihrem musikalischen
Erfolg, imponierend genug, gilt das Hauptaugenmerk ihres Berichts,
sondern ihren geknechteten Landsleuten. Sie besuchte ihre Heimat.
Hier ist Missionsarbeit bitter nötig. Mit ihrem Buch ist Senait
G. Mehari dies auf erschütternde Weise gelungen.
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Wüstenblume
von Waris Dirie
Kurzbeschreibung
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten
Designer-Laufstege der Welt ein Traum. Und ein Alptraum zugleich.
Denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines
grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In Wüstenblume bricht
sie erstmals ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte.
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Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt (Gebundene Ausgabe)
von Henning Mankell
Aus der Amazon.de-Redaktion
Henning Mankell, mit seinen Wallander-Romanen international längst
zum Auflagenmillionär geworden, knüpft mit dem vorliegenden
Buch thematisch an seine Afrika-Romane Der Chronist der Winde, Die
rote Antilope und Das Auge des Leoparden an. Allerdings handelt
es sich bei Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt nicht um eine fiktive
Geschichte, sondern um eine autobiographische Reminiszenz, die durch
weitere Texte ergänzt wird.
Zwar ist Henning Mankell gebürtiger Schwede, seinen zweiten
Wohnsitz hat er jedoch in Mosambik, und auf seinen Reisen hat er
viele andere Gebiete des afrikanischen Kontinents besucht. Das Buch
erzählt von seinen Reisen nach Uganda, seinen Gesprächen
mit an Aids erkrankten Menschen und von den Erinnerungsbüchern
-- meist mühevoll von Hand geschriebene oder diktierte Lebensbeichten
für Kinder, die sich bald ohne ihre Eltern werden durchschlagen
müssen. Werner Bauch und Marianne M. Raven von Plan International
e.V. berichten über die Arbeit ihres Vereins, der die Kultur
der Memory Books mit ins Leben gerufen hat und fördert.
Beispielhaft ist das Erinnerungsbuch von Christine Aguga für
Everlyn Akoth abgedruckt. Ohne große Abschweifungen erzählt
die todkranke Lehrerin ihrer Tochter von ihrer Familie, ihrer Kindheit
und Ausbildung, der Entdeckung ihrer Krankheit und dem tapferen
und verzweifelten Versuch, mit ihr fertig zu werden. Den Schluss
bildet ein kurzer Beitrag von Ulla Schmidt, Bundesministerin für
Gesundheit und Soziale Sicherung, der mit einigen Zahlen und Fakten
zur weltweiten Ausbreitung von Aids aufwartet.
Es ist schlicht unmöglich, dieses Buch nach gewöhnlichen,
gar literarischen Gesichtspunkten zu beurteilen. Mankell spricht
eindrucksvoll und ohne Pathos von seinen Erfahrungen in Afrika.
In knappen Worten legt er dar, dass Millionen von Menschen nur deshalb
einem baldigen Tod entgegensehen, weil der Preis der durchaus vorhandenen
Medikamente ihren Monatslohn um ein Vielfaches übersteigt.
Christine Agugas Lebensbericht lässt die von Mankell beschriebene
Welt in erschütterndem Maße Wirklichkeit werden -- und
das ist wohl auch die einzige angemessene Reaktion auf dieses Buch:
Erschütterung und die sich daraus zwangsläufig ergebende
Frage, was man selbst dazu beitragen kann, um die bestehenden Verhältnisse
zu ändern.
Der Reingewinn aus dem Verkauf von Ich sterbe, aber die Erinnerung
lebt geht an das Aidsprojekt von Plan International: ein -- erster
-- Schritt in die richtige Richtung. --Hannes Riffel
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