| |
|
|
|
Für jede Adoption benötigt man die Pflegestellenbewilligung
bzw. in weiterer Folge den Sozialbericht des zuständigen Jugendamts.
In mehreren Gesprächen im Amt und mindestens einem Hausbesuch
wird von den Sozialarbeitern abgeklärt, ob man für eine
Adoption geeignet ist, bzw. man das Recht auf Elternschaft nicht
verloren hat. In den meisten Bundesländern sind auch Adoptionswerber-Seminare
vorgeschrieben. Alles andere hängt vom jeweiligen Land ab:
aus einigen Ländern kann man als Single adoptieren, in manchen
nur mit ärztlichen Attests, dass man ungewollt kinderlos ist.
Für die meisten Länder gilt allerdings, dass die Altersbeschränkungen
nicht so streng sind, wie in Österreich bzw. in Deutschland.
|
|
|
| |
|
|
|
Die Wartezeit ist vor allem abhängig vom Herkunftsland: man
kann mit mindestens fünf Monaten bis zu drei Jahren (inkl.
einem oder mehreren Aufenthalten im Land) rechnen. Wobei man sich
bei jeder Auslandsadoption im Klaren sein muss, dass unvorhergesehene
Ereignisse eintreten, im Herkunftsland Krieg oder eine Seuche ausbricht,
oder es zu sonstigen Verzögerungen kommen kann.
|
|
|
| |
|
|
|
In vielen Ländern ist die Möglichkeit zur Wahl
des "passenden" Kindes eher beschränkt, wobei
eventuell schon bestehende Familienstrukturen von den zuständigen
Adoptionsbehörden berücksichtigt werden. Kinder,
die Venezuela in neuen Familien verlassen können sind
mindestens 4 Jahre alt, aus Äthiopien ab ca. 5 Monaten.
Aus manchen Ländern kann man lt. dortigem Adoptionsgesetz
nur "kranke" Kinder adoptieren, wobei sich die meisten
dieser Krankheiten
hier in Mitteleuropa problemlos behandeln lassen. Bei Adoptionen
aus Russland, wird von seriösen Adoptionsagenturen auf
das gehäufte Vorkommen von FAS/FAE bei den Adoptivkindern
hingewiesen.
|
 |
|
|
|
| |
|
|
|
In vielen Ländern wird bei den zukünftige Kindern zusätzlich
zu einem Aids-Test auch Hep getestet, und nur "gesunde"
Kinder werden zur Adoption freigegeben. Auch die Kinder, die nicht
an diesen Krankheiten leiden müssen nicht "gesund"
sein: durch den Heimaufenthalt bzw. den Verlust der Mutter haben
die Kinder belastende Erfahrungen gemacht: oft sind sie entwicklungsverzögert,
mangelernährt, oder psychisch angeschlagen. Auch weiß
man häufig nichts über die Vorgeschichte des Kindes bzw.
der Mutter (Erbkrankheiten). Wichtig nach der Ankunft des Kindes
ist auch eine Stuhluntersuchung, da viele Kinder Würmer und
andere Parasiten haben, auch die Krätze ist keine Seltenheit.
|
|
|
| |
|
|
|
Häufig sind oben genannte Punkte schon entscheidend für
die Wahl des Herkunftslandes. Dabei sollte aber ein wichtiger Aspekt
der Bezug zum Land sein, da die Adoptiveltern ihrem Kind ja "sein
Land" positiv vermitteln soll..
|
|
|
| |
|
|
|
Das Haagerabkommen ist ein Zwischenstaatlicher Vertrag zum Schutze
des Kindes. Diese Konvention regelt unter anderem den Adoptionsablauf
zwischen den Unterzeichner-Ländern. Jegliches Abweichen von
diesem Schema fällt unter Kinderhandel, auch wenn sich die
Adoptiveltern dessen oft nicht bewußt sind.
|
|
|
| |
|
|
 |
Jeder, der ein farbiges Kind adoptiert, muss sich schon vornherein
im Klaren sein, dass das Kind, und somit auch der Rest der
Familie auffällt, man sich nicht mehr in der Menge verstecken
kann. Man wird öfter von Fremden angesprochen, bzw. kann
man auch offenem Rassismus begegnen. Gerade in manchen Gegenden
werden Afrikaner mit Zuhälterei bzw. Drogen in Zusammenhang
gebracht. Man sollte sich wirklich schon im Vorfeld im Klaren
sein, dass man damit umgehen kann, und seinem Adoptivkind
das nötige Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
mitgeben kann, damit es mit diesen Kränkungen gut umgehen
kann.
|
|
|
|
| |
|
|
|
Die Kosten für eine Auslandsadoption sind in erster Linie
abhängig von den Herkunftsländern. So gehören Adoptionen
aus Äthiopien zu den günstigsten, aus Amerika oder Guatemala
zu den teuersten. (Stand Oktober 2002). Ein Großteil der Kosten
geht leider für den bürokratischen Teil drauf: für
Übersetzungen und Beglaubigungen.Ein weiterer Faktor sind die
Flüge und der Aufenthalt im Herkunftsland. Der Teil, der im
Kinderheim bleibt, ist meistens nur ein Bruchteil der Gesamtkosten
einer Adoption, daher sind viele Kinderheime froh, wenn man viele
Sachspenden mitbringt, wenn man sein Kind abholt.
|
|
|
|