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Republik Haiti

Lage:

Die Republik Haiti nimmt den westlichen Teil der zweitgrößten Antilleninsel ein (Mittelamerika), auf dem östlichen Teil liegt die Dominikanische Republik. Haiti wird im Süden vom Karibischen Meer, im Westen von der Windward Passage und im Norden vom Atlantischen Ozean begrenzt. Zu Haiti gehören ferner die Inseln Tortuga und Gonave.

 
Nationalflagge:

Zwei waagerechte Streifen in den Farben Blau und Rot, die die errungene Freiheit und die neue Zeit symbolisieren. In der Mitte auf einem weißen Rechteck das Staatswappen: eine Wappentrophäe mit der Inschrift "L 'Union fait la Force" ("Einigkeit macht stark"). Die Flagge wurde am 25.02.1986 eingeführt.

 
Hauptstadt - Port-au-Prince

Port-au-Prince (ca. 884.500 Einwohner)

   
   
 
 
Staatssprache

Französisch und Kreolisch, als Fremdsprache auch Englisch

 
Einige Zahlen

 

 

Bevölkerung: 7,9 Mio.
Religion: Katholisch (80%), andere christl. Gruppierungen, Voodoo-Kult
Geburtsrate je 1000 Menschen: 33,5 (in den Städten)
Kindersterblichkeit: 12,5 %
Säuglingssterblichkeit: 8,1 %
Geburten pro Frau: 3,98
Lebenserwartung von Frauen: 57 Jahre
Lebenserwartung von Männern: 50 Jahre
Arbeitslosigkeit: 70%
Analphabetenrate: 60 %

Haiti ist unter den 30 ärmsten Ländern der Welt, es gilt als das Armenhaus der Karibik

Gesundheitswesen

Es gibt kaum ein Gesundheitswesen in Haiti. Es fehlt an medizinischen Einrichtungen und geschultem Personal. Wenn Krankheiten überhaupt behandelt werden, dann meistens von Naturheilern oder Voodoo-Priestern. Mangelernährung, Infektionskrankheiten und AIDS gehören zu den Hauptgesundheitsrisiken.
Auf einen Arzt fallen ca. 6.000 Patienten.

 

Straßenkinder

Schätzungsweise: 3.000 bis 5.000 in Port-au-Prince. Die Straßenkinder wohnen oft in kleinen Hütten in den Slums, ohne Wasser, ohne Strom, ohne sanitäre Einrichtungen. Sie versuchen mit einfachen Tätigkeiten oder nur Betteln ein bißchen was zu verdienen. Die meisten Mädchen werden zu Prostituierten

 

Voodoo

Rund 70% der mehrheitlich katholischen Bevölkerung praktizieren Voodoo ( Gottheit oder Geist), welches eine Ansammlung von religiösen Vorstellungen und Riten afrikanischen Ursprungs ist, eng mit den Katholischen Praktiken verwoben, es ist zu der wichtigsten Religion der einfachen Bevölkerung von Haiti geworden. Und wie von jeder anderen Religion erwarten die Voodoo-Anhänger die Erfüllung der eigenen Wünsche, Gesundheit und das Leben nach dem Tod. Die Anhänger und Verteidiger von Voodoo versichern, dass Voodoo-Religion mit Magie genauso viel gemeinsam hat, wie Der Christliche Glaube mit der Hexerei. Allerdings existieren auch im Volksglauben Haitis Legenden über böse Zauberer, sogenannte bokor, die Kinder töten, weil sie deren Blut für magische Riten brauchen. Krankheit und Not werden in Haiti auch meist als Wirkung böser Mächte interpretiert.

 

HIV

Die Karibik ist die am stärksten von HIV betroffene Region der Welt nach den südlich der Sahara gelegenen Staaten Afrikas. 9 der 12 Staaten Amerikas mit der höchsten HIV-Prävalenz liegen in der Karibik. Schätzungen zufolge haben sich allein im Jahr 2000 ca. 60.000 Erwachsene und Kinder in der Karibik mit HIV infiziert. Die Gesamtzahl der HIV-Infizierten in der Karibik wird auf 390.000 per Ende 2000 geschätzt. Am schlimmsten betroffen von HIV ist Haiti; hier wurde z.B. in einigen Gegenden bei 13% aller anonym getesteten Schwangeren eine HIV-Infektion festgestellt. Mit 6% hat Haiti unter den Ländern außerhalb Afrikas südlich der Sahara den höchsten Anteil HIV-Infizierter in der Erwachsenen Bevölkerung (Oktober 2002)

 
Arbeitslosigkeit und Wirtschaft

liegt bei 70 %; Nach einem Staatsstreich 1991, bei dem der demokratisch gewählte Präsident Jean-Bertrand Aristide gestürzt wurde, kam es nach einem dreijährigen internationalen Embargo zu einem rasanten Abstieg der Wirtschaft.

Wegen des undemokratischen Gebarens der Regierung René Préval (OPL), die noch bis 6.2.2001 im Amt war, um dann von Aristide abgelöst zu werden, froren die internationalen Geberländer bereits vereinbarte Entwicklungshilfezahlungen in Höhe von rund einer halben Mrd. US-$ ein und forderten mehrfach die Einhaltung der demokratischen Grundrechte in Haiti. 15. September 2002: Anlass ist die Verabschiedung einer Resolution seitens des Ständigen Rates der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS): Das Gremium signalisierte Grünes Licht für die Freigabe von internationalen Hilfszahlungen und Krediten sowie für die Durchführung von allgemeinen Wahlen im kommenden Jahr

Hilfsorganisationen in Haiti

http://www.strassenkinderhilfe-haiti.de/

 

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