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Kinderhandel
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Kinderhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Die
UN definiert Kinderhandel als unzulässige und verborgene
Bewegung von Personen über nationale und internationale
Grenzen. Ihr Ziel ist es, Frauen, Mädchen und Kinder
in sexuelle und ökonomische Unterdrückungs- und
Ausbeutungs-verhältnisse zu zwingen, wobei die beteiligten
Schlepper, Mittler, kriminelle Vereinigungen ihren wirtschaftlichen
Vorteil und nicht das Wohl des Kindes suchen.
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Die Kinder werden als billige Arbeitskräfte gehandelt, viele
dienen als Organlieferanten, oder sie werden zur Kinderprostitution
und für Kinderpornographie verkauft. Fast immer ist die Armut
der Grund für den Handel mit den Kindern. Das Geschäft
läuft überall nach einem ähnlichen Muster ab: Vermittler
täuschen ihre Opfer oder deren Familien mit dem Versprechen
auf Geld, eine Ausbildung, eine interessante Stelle, also auf eine
Lebensperspektive, die es vor Ort nicht gibt. Neben dem Handel mit
Waffen und Drogen hat sich der Menschenhandel in den vergangenen
Jahren zu einem der lukrativsten illegalen Wachstumsmärkte
mit Milliardengewinnen entwickelt.
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Die Profiteure des variationsreichen Handels reichen je nach Region
von den Eltern der Kinder über Mafiabanden bis hin zu den Behörden,
dabei liegt die niedrigste Schätzung bei 7 Milliarden Dollar
Gewinn jährlich.
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| Zahlen
Es gibt keine genauen Zahlen, wie viele betroffene Eltern
und Kinder es gibt. Schätzungen internationaler Organisationen
zufolge werden 1,2 Millionen Kinder jährlich Opfer von
Kinderhandel.
Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO
- eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen) werden etwa
250.000 Frauen und Mädchen in Südostasien jährlich
Opfer von Menschenhandel.
Die Europäischen Union schätzt, dass jährlich
zwei Millionen Frauen und Kinder allein in die Prostitution
gehandelt werden, davon eine halbe Million in die EU-Länder.
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Kinder werden wie Ware über die Grenzen verfrachtet In vielen
Ländern Afrikas und Südostasiens werden Kinder verschleppt.
Ohne Identität - viele wurden nie in ein Geburtenregister eingetragen
- haben ihre Peiniger ein leichtes Spiel.
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Welche Faktoren begünstigen Kinderhandel? |
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Verschiedene wirtschaftliche und soziale Faktoren begünstigen
den Handel mit Kindern:
Armut
Ein wachsendes Wohlstands- gefälle mit Arbeitslosigkeit und
fehlenden Perspektiven für die Bevölkerung armer Länder
Zusammenbruch staatlicher und sozialer Strukturen (Wanderarbeit,
Landflucht, (Bürger-) Kriege)
Fehlende Strafverfolgung
Fehlende Aufklärung
Traditionelle und kulturelle Ansichten, zum Beispiel über
den geringen Wert von Mädchen
Steigende Nachfrage nach Sex mit jungen gesunden Kindern
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| Stoppt "Kinderhandel"
Im Oktober 2001 hat terre des hommes eine Internationale Kam- pagne
gegen Kinderhandel gestar- tet. inzwischen in mehr als 30 Ländern
gegen Kinderhandel ak- tiv. Mehr als 900 Organisationen unterstützen
die Kampagne weltweit. Auch viele Prominente unterstützen diverse
Kampagnen gegen Kinderhandel, unter ihnen: Robbie Williams Deutschrocker
Udo Lindenberg und Pop-Star Sasha gehören ebenso zu den aktiven
Helfern wie u.a. Harry Belafonte, Roger Moore oder Joachim Fuchsberger.
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Hilfsmassnahmen |
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neue Einkommensmöglichkeiten für verarmte Eltern müssen
geschaffen werden
Hilfsangebote für überforderte Mütter und unterversorgte
Kinder müssen eingerichtet werden,
die Rechte der Kinder müssen gestärkt werden und
Kinderhandel muss offiziell als ein Verbrechen anerkannt werden.
Öffentlichkeitsarbeit.
bestehende Internationale Konventionen - wie etwa die UN-Kinderrechtskonvention,
die Haager "Übereinkunft über den Schutz von Kindern
und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet grenzüberschreitender
Adoption", das "Draft Protocol to Prevent, Suppress and
Punish Trafficking in Persons, Especially Women and Children"
des " Office for Drug Control and Crime Prevention (OCCCP)
oder die ILO-Konvention 182 zum Verbot der schlimmsten Form von
Kinderarbeit - muss in nationales Recht umgesetzt werden.
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Projekte gegen Kinderhandel |
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Terres des hommes:http://www.oneworldweb.de/tdh/aktion/kinderhandel.html
Unicef:
http://www.unicef.at/kinderrechte/index.asp
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Kinderhandel zum Zweck der Adoption |
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Ein wichtiger "Geschäftszweig" bei den Kinderhändlern
ist die Auslandsadoption, unterstützt werden sie oft durch
Adoptionsbewerbern, die versuchen über private Kontakte oder
mit Hilfe dubioser, international agierender Agenturen zu ihrem
lang ersehnten "Wunschkind" zu gelangen. Diese Paare wissen
nur selten, auf welche Weise die Kinder beschafft werden und werden
oft auch selbst von den Vermittlern getäuscht.Allerdings kann
man keine genauen Richtlinien festlegen, da die Grenzen zwischen
legaler Adoption und Kinderhandel oft fließend sind. Ein weiteres
Problem besteht darin, dass die Adoptionspraktiken- und gesetze
auch von Land zu Land verschieden sind. Was in einem Land gäng
ist, fällt in einem anderen unter Kinderhandel.
Was aber immer gilt:
ein Adoptionsvermittlungsprozess darf für keinen Beteiligten
eine "Verdienstmöglichkeit" über reale Kosten
hinaus bedeuten.
Kinderhandel ist, wenn ein Bewerberpaar sich bereits SEIN Kind
ausgesucht hat und Gesetzeslücken zu nutzen sucht, um die getroffene
Wahl gegen die Gesetze durchzubringen.
Kinderhandel besteht wenn irgendwer im Adoptionsprozess bestochen
wird/werden muss.
Kinderhandel existiert, wo die Herkunft eines zur Adoption freigegebenen
Kindes nicht geklärt ist, keine Freigabe der Ursprungseltern
vorliegt oder wenn eine Verlassenheit des Kindes nicht gerichtlich
festgestellt wurde.
Kinderhandel besteht, wenn man ein Kind bei der Einreise als leibliches
Kind ausgibt.
Kinderhandel besteht, wenn man versucht die bestehenden Gesetze/Abkommen
zu umgehen.
Wenn die leibliche Mutter während der Schwangerschaft bei
den Adoptiveltern lebt.
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