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Nepal - das Land der Götter
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| Lage: |
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Nepal erstreckt sich Am Nordrand des Indischen Subkontinent etwa
auf der Höhe der Kanarischen Inseln. Es liegt zwischen Indien
und China entlang der Südabdachung des Himalaya. Die höchsten
Berge sind der Mt. Everest (in Nepali "Sagarmatha) mit 8.848
m, Lhotse Shar (8.363 m), Dhaulagiri (8.172 m), Manaslu (8.153 m)
und Annapurna mit 8.078 m.
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| Nationalflagge: |
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Die Nationalflagge besteht aus zwei Dreiecken, die Symbole des
Mondes bzw. der Sonne enthalten. Das Dreieck steht im Hinduismus
als Symbol für den "dharma", das Moralgesetz, die
religiös-soziale Pflicht. Sonne und Mond gelten als vedische
Symbole der Beständigkeit.
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Die Farbe der Nationalflagge ist purpurrot, die auch zur Nationalfarbe
erklärt wurde. Diese Farbe gilt im Hinduismus als ein Symbol für
Fortschritt, Wohlstand, Energie und Leben und wird mit "Shivas shakti"
(Kraft, Energie) oder seiner Gattin "Parvati" in Verbindung
gebracht.
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| Haupstadt Kathmandu: |
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Die Hauptstadt Kathmandu und das umgebene Kathmandu-Tal ist mit mehr
als 220 Einwohner je km² die am dichtesten besiedelte Gegend Nepals.
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Seit Mitte der 1970er Jahre haben mangelnde Arbeitsmöglichkeiten
zu einer verstärkten Abwanderung in die Städte geführt.
Doch leiden die Stadtbewohner, die heute über 13 % der Bevölkerung
Nepals ausmachen, immer häufiger unter der zunehmenden Umweltverschmutzung
und vor allem unter der qualitativ wie quantitativ unzulänglichen
Trinkwasserversorgung. Die Einwohnerzahl der Städte nahm im Zeitraum
von 1980 bis 1995 überproportional um jährlich 7,8 % zu
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Politische Strukturen: |
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Nepal hat sich erst seit 1951 für die übrige Welt geöffnet
hat, und seither findet eine immense Umbruchsphase statt.1960 kommt es
zu einem Staatsstreich des Königs Mahendras, es kommt zu einem Verbot
aller Parteien. Erst ein 50 Tage dauernder, blutiger Volksaufstand zwingt
König Birendra das Parteienverbot aufzuheben und das Panchayat-System
abzuschaffen, freie Wahlen werden abgehalten und es entsteht eine neue
Verfassung. Diese Verfassung sagt, dass Nepal ein multi-ethnisches, multi-sprachliches,
demokratisches, unabhängiges, unteilbares, souveränes, hinduistisches,
konstitutionell- monarchisches Königreich und zudem ein Zentralstaat
ist.
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Nepals politisches System zeichnet sich durch das Zusammenwirken
von Königtum und parlamentarischer Demokratie aus. Dem Herrschaftsanspruch
des König liegt eine religiös begründete Legitimation zugrunde -
allgemein gilt er als Inkarnation Vishnus - auch wenn das Himalayaland
seit mehr als einem Jahrzehnt eine konstitutionelle Monarchie ist.
Die mangelnde demokratische Struktur der Parteien sowie das rücksichtslose
Machtstreben und die Korruption der führenden Politiker haben
die Demokratisierung nach nur zwölf Jahren scheitern lassen.
Weitere Ursachen liegen im seit 1996 andauernden "Volkskrieg"
der Maoisten und in den wenig demokratischen Machtambitionen König
Gyanendras, der Mitte 2001 nach einem nie richtig geklärten
Palastmassaker auf den Thron kam. Auch heute noch sind etwa Parlamentsdebatten
um die Person des Königs oder die Familie des Monarchen verboten.
n ihren Grundfesten erschüttert wurde die Monarchie durch das
Massaker an der königlichen Familie am 1. Juni 2001.
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Nach offiziellen Angaben hatte damals der Thronfolger, Kronprinz
Dipendra, im Rausch und aus Liebeskummer nahezu seine gesamte Familie
und sich selbst erschossen. Nachdem Gyanendra, Bruder des ermordeten
Birendra, gekrönt wurde, scheint die Monarchie weiterhin als
Garant der Einheit des aus vielfältigen ethnischen Gruppen
zusammengesetzten Landes zu gelten und bleibt im überwiegenden
Teil der Bevölkerung fest verankert. Die maoistischen Aufständischen
fordern deren Abschaffung und eine Umwandlung des Landes in eine
kommunistische Volksrepublik.
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Bevölkerung, Religion und Sprache: |
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Nepal ist ein Vielvölkerstaat, in dem über 50 Völker mit unterschiedlichen
Sprachen, Kulturen und Religionen auf engstem Raum zusammenleben
Nepals Bevölkerung wächst kontinuierlich.Heute kann von
einer Einwohnerzahl um ca. 25 Mio. ausgegangen werden. Das jährliche
Bevölkerungswachstum liegt bei etwa 2,6 Prozent und wird in
der Region Südasien diesbezüglich nur von Pakistan übertroffen.
Nepal ist ein Vielvölkerstaat mit mehr als 50 verschiedenen
ethnischen Gruppen.Etwa drei Viertel der Einwohner sind indo-nepalesischer
und indischer Herkunft. Die übrige Bevölkerung setzt sich
aus tibeto-nepalesischer Gruppen zusammen sowie aus einer kleinen
Minderheit tibetischer Gruppen (Sherpa, tibetische Flüchtlinge)
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In Nepal werden mehr als 30 Sprachen gesprochen, Nepalesisch ist die
Amtssprache, sie wird von 52 % der Gesamtbevölkerung gesprochen.
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In Nepal hat jeder Bürger das Recht, sich zur ererbten Religion
zu bekennen und diese in ihrer traditionellen Weise auszuüben.
Nepal ist der Geburtsort Buddhas, was dazu führte, dass das
Land über viele Jahrhunderte buddhistisch war, was auch heute
noch in vielen Bereichen zu spüren ist.. Dennoch ist die Religion
der Mehrheit der Bevölkerung der Hinduismus. Nepal bezeichnet
sich stets als "einziges Hindu-Königreich der Erde"
mit einem König, der als Inkarnation Vishnus - eines der drei
hinduistischen Hauptgötter - verehrt wird. Daneben gibt es
auch noch den Islam.
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| Gesundheitswesen:
Im Gesundheitswesen steht Nepal im internationalen Vergleich schlecht
da. Nur etwa 4,5% des Staatshaushaltes fließen in die medizinische
Versorgung der Bevölkerung.Auf einen Arzt fallen ca. 16.600
Einwohner, und bei den 50 in Nepal - zumeist in den Städten
- praktizierenden Zahnärzten kommt derzeit auf mindestens 400.000
Einwohner ein Zahnarzt
Die Regierung versucht mit der Einrichtung von Gesundheitsstationen
(sub-health posts) in ländlichen Gebieten seit Anfang der 1990er
Jahre der gesamten Bevölkerung ein Mindestmaß an grundlegenden
Gesundheitsdiensten zugänglich zu machen.
Zu den verbreitetsten Krankheiten zählen vor allem Erkrankungen
des Magen- und Darmkanals, parasitäre bzw. Wurmkrankheiten,
Tuberkulose, Schilddrüsenerkrankungen, Augenkrankheiten, ferner
Lepra. Die Pocken wurden vollständig ausgerottet. In der Bekämpfung
von Malaria wurden große Erfolge erzielt. ..
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Kindersterblichkeit und Bevölkerungswachstum: |
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Die jünger als 15-jährigen machen ca. 42% , die 15- bis
64-jährigen machen 55% der Bevölkerung aus. Der im allgemeinen
unbefriedigende Gesundheitszustand und die geringe Lebenserwartung
- durchschnittlich lag sie 1999 bei 57 Jahren - haben vorrangig
ihre Ursachen in Überbevölkerung, Umweltbelastung, verseuchtem
Wasser, Herz- und Kreislaufkrankheiten, Tuberkulose, Krebs, Hepatitis,
Unter- und Mangelernährung und ansteckenden Krankheiten. Die
Sterberate lag 1998 bei 1,2 Prozent. Im Durchschnitt kann angenommen
werden, dass der Wohnraum eines Zimmers, (max. zwei) 5,8 Menschen
Platz bietet.
Eine nepalesische Frau bekommt im Durchschnitt zwischen vier und
fünf Kinder (1999), womit das Land über dem südasiatischen
Durchschnitt liegt. Die Kindersterblichkeit lag 1995 bei 11,4 %
und ist hauptsächlich auf Diarrhöe-(Durchfall-)Krankheiten
zurückzuführen.
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Schulbildung und Arbeitslosigkeit: |
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Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, ungefähr 80% der Bevölkerung
ist ohne ein geregeltes Einkommen. 75% der Einwohner sind auch heute
noch Analphabeten. Es besteht zwar eine Schulpflicht bis zur sechsten
Klasse, doch oft werden die Schulen von den Kindern nicht besucht,
da sie bei der Arbeit auf dem Land gebraucht werden oder die Wege
zur Schule einfach zu weit sind. Durch die Landflucht der Bevölkerung
steigt die Verelendung der Menschen. Es gibt viele Bettler, verarmte
und Straßenkinder in den Straßen von Katmandu und anderen
größeren Städten. Seit der ersten Schulgründung
im Jahre 1859, der Durbar School in Kathmandu, die nur den Angehörigen
des herrschenden Rana-Regimes zur Verfügung stand hat, sich
die Lage quantitativ eindrucksvoll verbessert.
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einige Zahlen: |
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derzeit sind ca 150 Kinder im Gefängnis
Kinder unter 5 Jahren: 3.449.000
Unterernährte Kinder:: Stadt 49%, Land 64%,
Mütter-Sterblichkeitsrate:: 540 pro 10.000
Gesamtzahl arbeitender Kinder:: 2,6 Mio
Anzahl von Dalit-Kindern in Nepal:: 2 Mio
Sterblichkeitsrate unter 5 Jahren:: 100 von 1000
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Straßenkinder der Straße: 3.700 auf der Straße geboren,
leben und sterben
Straßenkinder der Straße: 26.000 von zu Hause weggelaufen
Prokopfeinkommen: Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt 170.- US$, damit
gehört Nepal zu den ärmsten Länder dieser Welt
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Kinderarbeit: |
Im südasiatischen Kontext liegt Nepal bei landwirtschaftlicher
Kinderarbeit (Kinder zwischen 5 und 14 Jahren) sogar vor Bangladesh,
Pakistan oder Sri Lanka. Als die erste Kinderrechtsbewegung Nepals
setzt sich CWIN (Child Workes in Nepal Concerned Centre )
bereits seit 10 Jahren für die Rechte arbeitender und versklavter
Kinder ein. Während dieser Zeit hat CWIN eine ganze Reihe von
Studien, Umfragen und Diskussionen durchgeführt. Die eigenen
Erfahrungen einbeziehend, hat CWIN folgende Pläne für
die Abschaffung der Kinderarbeit in Nepal aufgestellt. 1987 faßte
eine Gruppe von Studentenaktivisten den kühnen Entschluß,
gegen jede Art der Kinderausbeutung und -sklaverei zu kämpfen,
indem sie die Organisation CWIN- Child Workers in Nepal Concerned
Center-gründete. Es war Nepals erste Initiative dieser Art,
die Aktivitäten gegen Kinderausbeutung organisierte und die
Öffentlichkeit durch soziale Mobilmachung auf die Situation
der Kinder aufmerksam machte. Mit Hilfe von öffentlichen Kampagnen,
Fürsprache und verschiedenen Hilfsprogrammen versuchte CWIN,
die Aufnahme der Probleme der Kinder in die politische Agenda zu
bewirken. Heute sind die Rechte der arbeitenden Kinder ein wichtiger
Teil der politischen Agenda der Kinderrechtsbewegung, Menschenrechtsbewegung
und Handelsunionsbewegung Nepals.
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Hiv: |
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Südasien ist die Weltregion in der sich HIV/Aids am schnellsten
ausbreitet (in Indien hat sich die Zahl der infizierten zwischen
1994 und 98 verdoppelt). In Nepal waren im September 1995 372 Aids-Fälle
registriert, bereits 1999 lag der Anteil an infizierten Erwachsenen
in der Bevölkerung bei 0,29 Prozent. Bis zu 80 Prozent überträgt
sich die Krankheit in dem Himalaya-Land durch ungeschützten
Geschlechtsverkehr. Insbesondere die Zahlen über die Infizierten
in der Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren sind alarmierend.
Dieser Altersgruppe (Risikogruppe) ist allein ein drei Viertel aller
Infizierten zuzuordnen.
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Hilfsorganisationen: |
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